MIVA AUSTRIA

Die MIVA Austria (Missionsverkehrsarbeitsgemeinschaft) ist ein Hilfswerk der katholischen Kirche. Ihre Aufgabe ist es, für junge Kirchen und Projekte der Entwicklungszusammenarbeit Fahrzeuge zu beschaffen: je nach Bedarf PKW oder Geländewagen, Motorräder, Fahrräder, Traktoren, landwirtschaftliche Geräte, fallweise auch Boote oder kleine Schiffe, Flugzeuge oder Lasttiere. Während Europa oft an zu viel Verkehr leidet und vor allem auf Autobahnen lange Stauzeiten in Kauf genommen werden, fehlt es vielen Menschen in den ärmsten Ländern an Mobilität. Umso mehr müssen Priester, Schwestern, Entwicklungshelfer und medizinisches Personal mobil sein. Die Idee der MIVA lautet daher: Auch Mobilität ist teilbar. Vom europäischen Überfluss kann man denen etwas geben, die es brauchen. Der Dank für unfallfreies Fahren lässt sich mit internationaler Solidarität verbinden. Die MIVA beschränkt ihre Hilfeleistung nicht auf eine Region der Erde. Lateinamerika, Afrika, Asien, Ozeanien, Süd- und Südosteuropa: Wo immer Projektpartner ein Ansuchen stellen, das in die Zuständigkeit der MIVA fällt, wird es geprüft und nach Maßgabe der vorhandenen Mittel gefördert. So spannt sich von Stadl-Paura aus zu Partnern in aller Welt längst ein Netz der Solidarität und in vielen Fällen auch der Freundschaft.

Alles begann mit dem Tod eines Missionars. Der deutsche Pater Otto Fuhrmann OMI starb als Missionar im Norden Namibias, nachdem er an einem tropischen Fieber erkrankt war. Man hätte ihn retten können, aber das nächste Spital war Tagesmärsche entfernt. Fuhrmanns Freund aus Studienzeiten, der als „Fliegender Pater“ weit über Deutschland hinaus bekannte Oblatenmissionar Paul Schulte, fasste daraufhin den Entschluss, die Missionare mit Fahrzeugen, aber auch mit Kommunikationseinrichtungen zu versorgen, um ihre Mobilität und damit ihre Überlebenschancen zu erhöhen. 1927 gründete er die Missions-Verkehrs-Arbeitsgemeinschaft. Die MIVA-Idee war geboren: technische Unterstützung für Mission und Entwicklung, Räder der Hoffnung für Wege aus dem Elend.

In Österreich war ein Mann von Pater Schulte und seiner MIVA-Idee besonders begeistert: Karl Kumpfmüller aus Stadl-Paura begann noch während des Krieges Werbematerial für die MIVA zu verteilen und über ihren Einsatz zu informieren. Auf sein Betreiben hin beschloss die österreichische Bischofskonferenz die Gründung der österreichischen MIVA als ein Hilfswerk der katholischen Kirche. Am 22. Oktober 1949 wurde die MIVA Austria im Stift Lambach feierlich aus der Taufe gehoben. Karl Kumpfmüller war ihr erster und langjähriger Direktor.

12 Fahrräder für die Mission konnten bei der Gründung der MIVA gesegnet werden. Aber der Spendenumsatz des jungen Hilfswerks wuchs von Anfang an kräftig. MIVA-Direktor Karl Kumpfmüller regte bei der Katholischen Jungschar die Wiederbelebung des alten Sternsinger-Brauches an. Die MIVA erhielt in den ersten Jahren den gesamten Erlös aus der Dreikönigsaktion und erhält bis heute eine namhafte Summe aus ihren Erträgen. Als sich die Dreikönigsaktion dann selbstständig machte und begann, eigene Projekte zu unterstützen, verwirklichte Karl Kumpfmüller seine geniale „Groschen-Idee“. Für jeden unfallfreien Kilometer sollten die Autofahrer einen Groschen für die MIVA-Arbeit beisteuern. Die ChristophorusAktion war geboren. Bis heute hat die MIVA über 26.600 Fahrzeuge finanziert.

Mit Projekten in über sechzig Ländern ist die MIVA selbstverständlich eine international tätige Organisation. Von Stadl-Paura aus ist sie buchstäblich mit der ganzen Welt in Kontakt. Aber auch die MIVA-Idee selbst ist mittlerweile international. In zahlreichen Ländern wurde sie aufgegriffen. Die MIVA ist somit in doppeltem Sinn international.

Die MIVA Deutschland wurde 1927 gegründet und nach dem Krieg in die „Diaspora-MIVA“ umgewandelt. Zu diesem Zeitpunkt hatte die MIVA-Idee die Grenzen jedoch bereits überschritten. Von Deutschland ausgehend entstand 1932 die MIVA Schweiz und 1935 die MIVA Niederlande. Die niederländischen Kollegen waren die Geburtshelfer der MIVA USA, die 1971 gegründet wurde. Am 22. Oktober 1949 wurde die MIVA Österreich ins Leben gerufen. Von Österreich aus wurden die MIVA Großbritannien (1974), die MIVA Südkorea (1981), die MIVA Slowenien (1987), die MIVA Slowakei (1998), die MIVA Polen (2000) sowie die MIVA Australien (2002) gegründet. Ausgehend von MIVA Slowenien wurden die MIVA Kroatien (2012) und die MIVA Bosnien (2015) gegründet. Die internationale MIVA-Familie umfasst somit derzeit 13 nationale Organisationen.

MAG. (FH) CHRISTINE PARZER

MAG. (FH) CHRISTINE PARZER
Geschäftsführerin
+43 7245 / 28945-41
c.parzer@miva.at

BIRGIT GRUBER

BIRGIT GRUBER
Assistentin der GF für Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit, Spendenverwaltung und Spender-Innenbetreuung, Pressekontakt
+43 7245 / 28945-44
b.gruber@miva.at

PATRIZIA BUCHINGER

PATRIZIA BUCHINGER
Büroleitung, Projektreferentin für Asien, Ozeanien und Europa
+43 7245 / 28945-40
p.buchinger@miva.at

ALEXANDRA SALMHOFER

ALEXANDRA SALMHOFER
Projektreferentin für Lateinamerika
+43 7245 / 28945-48
a.salmhofer@miva.at

MAG. REGINA HEMETSBERGER

MAG. REGINA HEMETSBERGER
Projektreferentin für Afrika
+43 7245 / 28945-43
r.hemetsberger@miva.at

MARIA NIEDERMAIR-AUER

MARIA NIEDERMAIR-AUER
Spendenverwalterin und Assistentin der Spender-Innenbetreuung
+43 7245 / 28945-45
m.niedermair-auer@miva.at

ANDREA EDER

ANDREA EDER
Buchhaltung
+43 7245 / 28945-47
a.eder@miva.at

MICHAELA PENNINGER

MICHAELA PENNINGER

Reinigungskraft

VERENA BAMMER

VERENA BAMMER
Bildungsarbeit
+43 7245 / 28945-46 v.bammer@miva.at