Pope John’s Hospital Aber, Uganda.

Das Krankenhaus Pope John’s in Aber, Uganda, hat von der MIVA einen Krankenwagen bekommen. Wie viele andere Dinge im Krankenhaus ist dieser Krankenwagen essentiell, denn schließlich hat das Krankenhaus bis zu 40 Überstellungsfahrten im Monat. So oft müssen Behandlungen vorgenommen werden, die vom John’s Pope Krankenhaus nicht angeboten werden können. Die meisten Patienten werden ins 90 Kilometer entfernte Lacor Krankenhaus gebracht, das seit einigen Jahren auch vom Beschaffungsbetrieb der MIVA technisch ausgerüstet und beraten wird. 4.300 Kilometer legen die Ambulanzfahrzeuge des Krankenhauses im monatlichen Schnitt zurück, etwas unter 150 Kilometer pro Tag. Die meisten dieser Fahrten betreffen Mütter oder Kinder.

John’s Pope Aber ist ein Frauen- und Kinderkrankenhaus. Nicht zufällig, denn Kinder- und Müttersterblichkeit ist auch in Uganda ein ständiges Thema. Von 100.000 Frauen sterben immer noch 343 bei der Geburt. Bei den Kindern im Vorschulalter sind es 55 von 1.000.

16.500 Frauen und Mädchen wurden im letzten Jahr in der Geburtenstation des Pope John’s betreut, 20.900 Kinder in der Kinderstation behandelt. Knapp 2.100 Babys erblickten mithilfe der 14 Hebammen das Licht der Welt. In den letzten 5 Jahren sind Geburten wie auch Patientenzahlen leicht, aber kontinuierlich angestiegen. Verläuft die Geburt normal, können Frauen und Kinder das Krankenhaus nach 24 Stunden Aufenthalt verlassen. Kommt es zu Komplikationen, bleiben sie zwischen drei und sieben Tage. 178 Betten stehen Mutter wie Kind dafür zur Verfügung.

In vielen Fällen bietet das Krankenhaus sogar Mutter-Kind- oder Hygiene-Beratungen an. Seit 2012 läuft auch ein Programm, das darauf abzielt, ihre Gesundheit zu verbessern. Um Frauen und Kindern aus entlegenen Gebieten den meist beschwerlichen Weg nach Aber zu ersparen, fährt ein Beratungs- und Behandlungsteam regelmäßig in die Dörfer hinaus. Und mit ihnen das einzig funktionierende Ambulanz-Fahrzeug des Krankenhauses. Damit das Abholen und Überstellen von großen und kleinen PatientInnen aber auch dann möglich bleibt, wenn Berater, Ärzte und Hebammen in den Dörfern unterwegs sind, hat die MIVA ein zusätzliches Fahrzeug finanziert. Denn am fahrbaren Untersatz soll es in diesem Fall nicht scheitern.