Sozialprojekte

Die Kirche sorgt sich um den ganzen Menschen, nicht nur um sein Seelenheil. MIVA-Autos und andere MIVA-Fahrzeuge sind daher besonders häufig für Sozialprojekte unterwegs, darunter Schulen und Berufsschulen, Kindergärten und Waisenhäuser.

Der langjährige MIVA-Projektpartner P. Walter Coronel, Projektkoordinator der Diözese Portoviejo, hat der MIVA ein besonderes Projekt empfohlen. Die Schwesterngemeinschaft „Consagradas de la Asociacion de Fieles Santa Maria de la Esperanza“ bräuchte dringend einen VW-Kleinbus.
Vor sieben Jahren haben die Schwestern das Waisenhaus & Straßenkinderzentrum „ Casa Hogar de Belen“ in der Gemeinde El Rodeo übernommen. Sie beherbergen rund 60 Kinder, die aus schwierigen Lebenssituationen kommen. Ziel ist es, diesen Kindern und Jugendlichen ein stabiles und geschütztes Lebensumfeld zu bieten, in dem sie „Kind sein“ können. Viele von ihnen wurden in frühen Jahren in ihrem familiären Umfeld sexuell missbraucht. Für diese steht eine psychologische Begleitung und rechtliche Unterstützung zur Verfügung.
Außerdem ermöglichen die Schwestern den Kindern einen regelmäßigen Schulbesuch.
Für die ausreichende Betreuung war der Ankauf eines Kleinbusses notwendig: Besorgung von Lebensmitteln, Transport zu Schule, Workshops, Sport- und Freizeitaktivitäten oder etwa der Besuch der Heiligen Messe sind nun möglich.

Das Projekt konnte gemeinsam mit Missio Bozen-Brixen realisiert werden!

Die Auxilium School Thiruthiparambu in Trichur/Indien wurde 2008 auf Wunsch von Eltern, die ihren Kindern eine bessere Bildung ermöglichen wollten, als sie selbst hatten, errichtet.
Die Schüler sind aus der Mittel und Unterschicht. In den meisten Fällen sind es lernende der ersten Generation. Ihre Eltern sind großteils Tagelöhner, Auto-Rikscha Fahrer oder besitzen ein bisschen Land. Nur eine Handvoll der Eltern sind Lehrer, arbeiten in Fabriken oder Büros.
Die Schule wird von Sr. Maria Goretti und ihren Mitschwestern betreut und konnte sich aufgrund guter schulischer und religiöser Bildung sehr schnell großer Beliebtheit erfreuen. Eltern aus entlegenen Dörfern konnten und wollten ihre Kinder plötzlich in die Schule schicken, denn sie erkennen die Notwendigkeit einer guten Schulbildung für ihre Kinder, die ihnen selbst zumeist verwehrt geblieben ist. Sie sind sich bewusst, dass eine gute Ausbildung die einzige Chance ist, dem Kreislauf der Armut zu entfliehen.
Für viele Kinder ist es aber nicht leicht, in die Schule zu gelangen, da zum einen lange Schulwege von bis zu 6 Kilometern keine Seltenheit sind und zum anderen zu wenig bzw. keine öffentlichen Verkehrsmittel zur Verfügung stehen. Die wenigen Schulbusse sind gnadenlos überfüllt, sodass man entweder keinen Platz bekommt oder verspätet in die Schule gelangt.

Die MIVA hat 50 Fahrräder finanziert – der Mehrwert ist unbezahlbar:
Der Schulweg ist nun viel schneller, sicherer und unabhängiger zu bewältigen. Dies macht die Jugendlichen wiederum stolz und motiviert sie zu guten Leistungen in der Schule. Auch dass sie mit ihrem Fahrrad zu einer sauberen Umwelt beitragen, freut die Schüler sehr. Sr. Maria Goretti, unsere Projektpartnerin, schreibt: „Man müsste das Strahlen der Freude sehen in den Gesichtern, wenn die Fahrräder verteilt werden.“

Die MIVA unterstützt ein Gehhilfenprojekt der Organisation LNFOD in Lesotho. Die Organisation LNFOD (Lesotho National Federation of Organisations of the Disabled) unterstützt Menschen mit Beeinträchtigung für ein unabhängiges Leben. Die meisten Angestellten leben selbst mit einer Behinderung.
Menschen mit Behinderung gehören in Lesotho zu den am stärksten marginalisierten und benachteiligten Gruppen des Landes. Ein Drittel davon sind Kinder unter 15 Jahren.
Die LNFOD ist in 5 Bezirken Lesothos tätig und setzt sich für die Inklusion und die Rechte von Menschen mit Beeinträchtigung ein. Außerdem werden Menschen mit Handicap bei der Ausbildungssuche unterstützt und erhalten finanziellen und emotionalen Rückhalt.

Das derzeitige Bildungssystem ist nicht auf die Bedürfnisse behinderter Menschen ausgerichtet. Die schulische Infrastruktur ist für Menschen mit körperlichen und visuellen Beeinträchtigungen oft nicht zugänglich, beispielsweise sind die Klassenzimmer nach wie vor über Treppen statt über Rampen zu erreichen. Es mangelt an Lehrenden mit Kenntnissen in Blindenschrift und Gebärdensprache, somit sind taube und sehbehinderte Schüler vom Unterricht ausgeschlossen. Die stärkste Barriere für beeinträchtigte Schüler ist jedoch die diskriminierende Haltung der Gesellschaft und des Bildungssektors, die viele behinderte Lernende dazu veranlasst, die Schule abzubrechen und auf Schulbildung zu verzichten.

Der eingeschränkte Zugang zu Bildung und die Diskriminierung durch Arbeitgeber in einem Land mit ohnehin sehr hoher Arbeitslosenquote bedeuten, dass es für Menschen mit Behinderungen äußerst schwierig ist, eine Beschäftigung zu finden. Da es wenig sozialen Schutz für Menschen mit Behinderung gibt, schätzt die LNFOD, dass mehr als 65% der behinderten Menschen für ihren täglichen Lebensunterhalt von ihren unmittelbaren Familien und Nachbarn abhängig sind.

Der Zugang zur Gesundheitsversorgung ist einer der wichtigsten Faktoren im Leben eines Menschen. Diejenigen, die in abgelegenen Gebieten Lesothos leben, müssen weite Wege zurücklegen, um die nächste Gesundheitseinrichtung zu erreichen – oft zu Fuß und über unwegsames Gelände. Für Personen mit Handicap ist der Zugang zu Gesundheitsdiensten ein noch größerer Kampf, der manchmal den Transport mit Hilfe eines Ochsenkarrens erfordert.

Charlemagne Baccus hat um 30 Maultiere für benachteiligte Frauen in Jacmel im Südosten Haitis angesucht.
70 % der dort ansässigen Bevölkerung sind Frauen und Kinder. Die Region Jacmel ist sehr abgelegen und unzugänglich. Bis heute hat ein großer Teil der Bevölkerung keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser.
Die Menschen leben hauptsächlich von der Landwirtschaft und dass ihre Agrarerzeugnisse auf den Märkten verkauft werden. Für den Verkauf sind traditioneller Weise die Frauen zuständig. Auf dem Kopf tragen sie in bis zu 10 Kilometer langen Fußmärschen die Produkte auf den Markt und kehren am Abend erschöpft zurück. Einziges mögliches Transportmittel in der hügeligen Gegend sind Maultiere.
Diese robusten Vierbeiner helfen mehrfach: Sie vereinfachen die mühsame Arbeit der Frauen, sie stärken somit die Kaufkraft der Familien und ein weiterer, sehr positiver Effekt ist die Tatsache, dass durch den Einsatz der Maultiere die Kinder der Bäuerinnen in die Schule gehen können. Denn sie werden nicht mehr für den Transport der schweren Warenkörbe gebraucht. Darüber hinaus bekommen die Kinder durch das Familieneinkommen täglich eine sättigende, warme Mahlzeit.
Bei medizinischen Notfällen sind mit einem Maultier auch Patiententransporte ins nächstgelegene Krankenhaus möglich.

Ein Maultier kann bis zu 100 Jahre alt werden. Mobilitätshilfe, die nachhaltig ist.