Pastoralprojekte

Die MIVA ist ein Hilfswerk der katholischen Kirche. Sie unterstützt daher kirchliche Projekte, die der Seelsorge dienen. In den riesigen Pfarrgebieten der Entwicklungsländer mit ihren oft weit entlegenen Dörfern sind die Priester auf gut funktionierende Fahrzeuge angewiesen, um für ihre Gläubigen da sein zu können.

Ein von der MIVA mitfinanzierter, geländegängiger Mitsubishi 4×4 unterstützt 3 Schwestern im Kampf um die Rechte indigener Völker.
Die Pfarre Santo Isidoro im Bundesstaat Roraima liegt ca. 100 Kilometer von der Hauptstadt Boa Vista entfernt und wird von drei Schwestern der Kongregation „Espirito Santo SSpS“ betreut. Da es seit einigen Jahren keinen Pfarrer mehr gibt, besuchen die Schwestern die insgesamt 21 Gemeinden mit ihren rund 16.000 Bewohnern regelmäßig um die indigenen Völker Wapichana und Macuxi auf pastoraler und sozialer Ebene, sowie im Kampf um ihre Rechte zu unterstützen. Die Straßen sind sehr unwegsam und haben dringend ein Allrad-Fahrzeug erfordert, besonders in der Regenzeit wenn die Straßen zu Schlammpisten mutieren, sind die großteils abgelegenen Dörfer schwer erreichbar.
Gerade in Zeiten von COVID-19 wurde das Auto für die Aufklärungsarbeit und Lebensmittelversorgung unerlässlich.

Das Motorradprojekt von Fr. Isidore XESS steht beispielhaft für eines der vielen pastoralen Motorradprojekte in Indien. Fr. Isidore arbeitet in Rahutar, einer Pfarre in der Diözese Raiganj, West Bengalen. Die Gegend liegt nahe der Grenze zu Bangladesch. 110 katholische Dörfer gehören dieser Pfarre an und liegen in einem Umkreis von 35 Kilometern. Fr. Isidore wurde im August 2014 zugewiesen und teilt sich mit vier weiteren Priestern die pastoralen und schulischen Aufgaben. Es gibt eine Bengali Medium Primary, Secondary und Higher Secondary Schule.
Das alte Motorrad von Fr. Isidore ist bereits 16 Jahre alt und bringt ihn nicht mehr verlässlich zu den vielen Dörfern, für die er zuständig ist. Ein neues MIVA-Motorrad soll ihn unterstützen, seine zahlreichen Aufgaben zu erfüllen, wie beispielsweise Messen abhalten, Kranke besuchen, Beerdigungen durchführen oder administrative Aufgaben erledigen.
Ohne ein Motorrad könnte er sich nicht der vielen Fragen, Gespräche und pastoralen Aufgaben in den Dörfern annehmen.

„Pedale, die die Welt verändern“ – unter diesem Motto hat die MIVA bisher unzählige Fahrradprojekte realisiert.
Aus der Demokratischen Republik Kongo hat der langjährige MIVA-Projektpartner Bischof Jean-Bertin Nadonye Ndongo um 80 Fahrräder für Katechisten angesucht und bewilligt bekommen.
Katechisten sind kirchliche Laienmitarbeiter in den Ländern des Südens. Sie sind unersetzlich und verrichten ihre Tätigkeit völlig unentgeltlich. Katechisten unterstützen Priester und halten die Gemeinden am Leben, organisieren Wortgottesdienste und Taufen, stehen Sterbenden bei und unterrichten Religion. Darüber hinaus, schreibt uns Bischof Nadonye, setzen sie sich für Alphabetisierung und die Aufklärung bei Themen wie Gesundheit und Hygiene ein. Wenn Priester weit weg sind, sind sie ganz in der Nähe: Nachbarschaftshilfe, Seelsorge von Mensch zu Mensch, Entwicklung an der Basis. In der weitläufigen Diözese Lolo sind öffentliche Verkehrsmittel Mangelware, daher sind die Katechisten zumeist zu Fuß unterwegs. Wertvolle Zeit bleibt auf der Strecke. Fahrräder sind eine vergleichsweise kostengünstige aber sehr wirkungsvolle Hilfe in den ärmsten Regionen der Welt.
Sie verbessern die Mobilität nachhaltig und verursachen kaum Erhaltungskosten.
Die Fahrräder werden vor Ort eingekauft, auch um das Land wirtschaftlich zu unterstützen. In der Demokratischen Republik Kongo kostet ein Rad etwa 105 Euro.