Medizinische Projekte

Zum ganzen Menschen gehört auch die Gesundheit. Christen berufen sich in ihrem Tun auf Jesus von Nazareth, der nach biblischem Bericht viele Kranke geheilt hat. Eine funktionierende medizinische Versorgung ist ohne Mobilität völlig undenkbar. So sind es nicht selten ÄrztInnen, SanitäterInnen sowie KrankenpflegerInnen, die für ihren Dienst ein MIVA-Fahrzeug benötigen.

Die Schwesternkongregation „Sisters of St. Joseph of Tarbes“ betreut mit 29 Schwestern das Gesundheitszentrum „St. Claret“ in Nyabwina, im Westen von Uganda. Das Dorf ist umgeben von Bergen und liegt ca. 380 Kilometer von der Hauptstadt Kampala entfernt. Aufgrund der schlechten Straßenverhältnisse und der langen Wegstrecken hat die Bevölkerung keinen Zugang zu medizinischen Einrichtungen, auch Transporte zum nächsten Krankenhaus sind schwierig.
Der dringend benötigte Krankenwagen, eine Toyota Ambulanz, konnte mit Unterstützung der MIVA angeschafft werden. Kranke und Bedürftige sowie werdende Mütter können nun im Notfall ins Krankenhaus gebracht werden. Darüber hinaus ist es den Schwestern nun möglich, für Gesundheitsuntersuchungen, Impfungen und Mutter-Kind-Beratungen in die Dörfer zu fahren, welche zuvor nur auf Zweirädern erreicht werden konnten.
Im ganzen Distrikt gibt es nur 3 Krankenwagen, welche in den herausfordernden Zeiten von COVID-19 unerlässlich geworden sind. Notfalltransporte sind auch eine Voraussetzung für das Offenhaben der Schulen.
Sr. Lincy schreibt dankbar an die MIVA: „Die Menschen freuen sich über diese Entwicklung und schätzen und anerkennen dieses große Geschenk in unserem Dorf. Alles in allem kann ich sagen, dass dieser Krankenwagen am richtigen Ort, zur richtigen Zeit für den richtigen Einsatz angekommen ist.“

Sr. Mathilde FRANKE hat um eine MIVA-Ambulanz für das von ihrer Schwesternkongregation gegründete Krankenhaus „Caritas“ auf Sumba/Indonesien angesucht. Das Krankenhaus mit seinen drei „Außenstationen“ hat eine Kapazität von 100 Krankenbetten, versorgt zusätzlich täglich rund 200 ambulante Patienten und beschäftigt 290 Angestellte.
In vielen Gebieten Sumbas hat die Bevölkerung noch nichts von Gesundheitsvorsorge gehört. Somit hat sie nur ein geringes Verständnis bezüglich der Wichtigkeit von sauberen Wasser, Hygiene und gesunder Ernährung. Dazu kommen mangelnde Kenntnisse bezüglich Familienplanung (viele Familien haben bis zu 12 Kinder, wovon meistens die Hälfte stirbt).
Bedingt durch diese Umstände treten Krankheiten wie TBC, Malaria, offene / eitrige Wunden, Wurmerkrankungen, schwere Infektionen oder Magenerkrankungen durch Hungerperioden häufig auf.
Auch die vielen Verbrennungsunfälle – vor allem bei Kindern, die in ihren Hütten ins offene Feuer laufen, oder die durch eine umgefallene Petroleumlampe entstanden sind, müssen im Krankenhaus behandelt werden.
Mit der neuen MIVA-Ambulanz können nun die Kranken leichter und vor allem rechtzeitig ins Spital gebracht werden. Der Großteil der Bevölkerung hatte davor keine Möglichkeit ein Krankenhaus aufzusuchen. Öffentliche Verkehrsmittel sind rar, Krankenwagen Mangelware, die Dörfer sind abgelegen und befestigte Straßen wenig bis gar nicht vorhanden. Die MIVA-Ambulanz mit Allradantrieb wird auch in der Regenzeit einen wertvollen Dienst leisten. Beispielsweise auch, wenn damit die Schwestern zu den entlegenen Dörfern fahren, um wichtige Aufklärungsarbeit zu betreiben.
Die Schwesternkongregation hat bereits 1959 mit der Betreuung von Kranken auf Sumba begonnen und kennt daher die Nöte nur all zu gut.

 

90 Mitarbeiter der „Arkangelo Ali Association“ – kurz AAA – wurden mit MIVA-Fahrrädern ausgestattet. AAA ist eine südsudanesische NGO, die 2006 von dem ruandischen Arzt Dr. Minani Callixte und der italienischen Krankenschwester Natalina Sala gegründet wurde und sich vorwiegend um HIV-, Lepra- und Tuberkulosepatienten kümmert. In den insgesamt 14 Gesundheitszentren bzw. Kleinspitälern arbeiten rund 250 Mitarbeiter sowie 100 sogenannte „Home Health Promoters“ (HHP). Das sind Freiwillige, die die Menschen in den entlegenen Dörfern besuchen und betreuen. Für umgerechnet ca. $ 20 im Monat versorgen sie die Kranken vor Ort mit Medikamenten und kontrollieren deren Einnahme, betreiben Aufklärungsarbeit und kümmern sich um diejenigen, die den oft weiten Weg ins nächste Gesundheitszentrum nicht zurücklegen können.
Die Stigmatisierung mit der vor allem Leprapatienten zu kämpfen haben, ist ein sehr großes Problem. Viele von ihnen können nach der Behandlung nicht mehr in ihre Dörfer zurück, da sie verstoßen werden. Hier ist es enorm wichtig, dass sie bei der „Resozialisierung“ unterstützt werden. Auch das ist eine Aufgabe, die diese HHP – Außendienstmitarbeiter erledigen.
Dabei haben sie Distanzen von bis zu 30 Kilometer zurückzulegen. In einem Land ohne ausgebautem Straßennetz geschweige denn öffentlichen Verkehrsmitteln gehen die meisten von ihnen zu Fuß. Wertvolle Zeit, aber auch viel Energie bleibt auf der Strecke. Während der Regenzeit – sprich von Ostern bis Dezember – sind 90 Prozent der Straßen nicht befahrbar. Das Fortbewegungsmittel mit dem größten Nutzen und den geringsten Instandhaltungskosten, ist das gute alte Fahrrad. Und wenn aufgrund der widrigen Wetterbedingungen wirklich nicht damit gefahren werden kann, so erleichtert es als „Packesel“ den Alltag dieser Mitarbeiter enorm.
Ein Fahrrad kostet umgerechnet zwischen 150 und 200 USD.