Bild (vlnr): Dr. Florian Wimmer (Klinikum Wels), Verena Bammer (MIVA Austria), Franz Scherzer (Klinikum Wels), Mag. Eva Berghofer (Stadt Wels), Viktor Scheuringer (Klinikum Wels), Mag. Dietbert Timmerer (Geschäftsführer Klinikum Wels) Bildquelle: Credit © Klinikum Wels-Grieskirchen / Nik Fleischmann

Klinikum Wels radelte zugunsten der MIVA
24 Fahrräder für den Südsudan

Wels/Stadl-Paura. Zahlreiche Mitarbeiter des Klinikums Wels-Grieskirchen tauschten auch heuer wieder das Auto gegen ihr Fahrrad und radelten im Zuge der Aktion „Radelt zur Arbeit“ über 100.000 Kilometer vom Frühjahr bis zum Herbst.

Sie taten das aber nicht nur der Umwelt und sich selbst zuliebe, sondern es wurde auch für die MIVA Austria ordentlich in die Pedale getreten. Die Klinikum-Geschäftsführung verwandelte nämlich die gefahrenen Kilometer in eine Fahrradspende für eine Gesundheitseinrichtung im Südsudan.

Bei der offiziellen Scheckübergabe durfte sich nun die MIVA über 5.000 Euro freuen.

Damit können 24 Fahrräder für die Arkangelo Ali Association angekauft werden. Das ist eine südsudanesische NGO, die in insgesamt 14 Gesundheitszentren und Kleinspitälern vorwiegend Lepra-, Tuberkulose und HIV-Patienten behandelt. Rund 250 Mitarbeiter sowie 100 sogenannte „Home Health Promoters (HHP)“ sind im Einsatz. HHPs sind Freiwillige, die für umgerechnet ca. 20 Dollar im Monat Kranke in entlegenen Dörfern besuchen, mit Medikamenten versorgen, Aufklärungsarbeit betreiben und sich um diejenigen kümmern, die den oft weiten Weg ins nächste Gesundheitszentrum nicht zurücklegen können. Dabei haben sie Distanzen von bis zu 30 Kilometern zurückzulegen. In einem Land ohne ausgebautem Straßennetz, geschweige denn öffentlichen Verkehrsmitteln, gehen die meisten von ihnen zu Fuß. Fahrräder sollen den Alltag dieser Mitarbeiter erleichtern, mit 24 Rädern ist schon einmal ein toller Anfang gemacht.

Die MIVA Austria ist ein österreichisches Hilfswerk mit Sitz in Stadl-Paura, Oberösterreich. Seit knapp 70 Jahren werden durch Spenden Transportmittel aller Art für den Einsatz in Mission und Entwicklungshilfe finanziert.

Während Europa oft an zu viel Verkehr leidet, fehlt es vielen Menschen in den ärmsten Ländern an Mobilität. Die Idee der MIVA lautet daher: Mobilität ist teilbar.