200 km bis zum nächsten Spital

 

200 KM ZUM NÄCHSTEN SPITAL – OHNE MOBILITÄT KEIN ÜBERLEBEN.

In vielen Gegenden Afrikas und Lateinamerikas ist es leider alltäglich, dass Menschen sterben, weil es weit und breit kein Transportmittel gibt, um in das nächstgelegene Spital zu gelangen. Die Strapazen des Weges und die oft große Hitze sind für Kranke und Verletzte nicht tragbar. Die Gründung der MIVA geht auf einen solchen Vorfall zurück. Ein Missionar ist erkrankt. Beim Versuch, ihn auf einem Ochsenkarren in das nächstgelegene Krankenhaus zu transportieren, ist er gestorben. Die Strapazen des weiten Weges waren zu groß. Das war im Jahr 1927 im heutigen Namibia. Nach wie vor erreichen die MIVA viele Ansuchen, in denen um Transportmittel für Gesundheitsrichtungen gebeten wird. Zum Beispiel vom Krankenhaus in Shisong, Kamerun. Die Tertiarschwestern des heiligen Franz von Assisi sind dort seit 1934 tätig. Sie betreiben das einzige Herzzentrum in ganz West- und Zentralafrika. Gerade Herzpatienten benötigen im Ernstfall eine schnelle und schonende Transportmöglichkeit. Der Rettungswagen in Shisong ist auch essentiell, um die Medikamentenversorgung der hauseigenen Apotheke sicherstellen zu können. Die Fahrt zum Ankauf der Medikamente dauert rund 8 Stunden. Ein Ambulanzfahrzeug ist in Shisong kein Luxusfahrzeug, sondern für viele Menschen schlicht überlebensnotwendig.

25 km zu Fuss bis zur Schule

25 KM ZU FUSS BIS ZUR SCHULE – OHNE MOBILITÄT KEINE BILDUNG.

Fragt man Menschen in Entwicklungsländern nach Auswegen aus der Armut, bekommt man nur allzu oft die Antwort, dass Bildung ganz oben auf der Liste steht, um eine Chance auf eine bessere Zukunft zu haben. Die Eltern tun daher ihr Möglichstes, um ihren Kindern eine Schulbildung zu ermöglichen. Neben der finanziellen Herausforderung, das Schulgeld aufzubringen, ist oft die Entfernung zur nächstgelegenen Schule eine große Hürde. Zum Beispiel in Uganda. Hier liegt die St. Claires „Lodonga Girls“ Secondary School in einer sehr ländlichen Gegend. Die nächstgelegene, größere Stadt Arua liegt 77 Kilometer entfernt. Die Schüler kommen aus einem für uns unvorstellbar großen Einzugsgebiet zur Schule. Die MIVA unterstützt diese Bildungseinrichtung der Comboni Missionare und ermöglicht somit vielen Kindern, die kilometerweit entfernt leben, eine Schulbildung.

Mobilität ist teilbar

MIVA – MOBILITÄT IST TEILBAR.

„Mobilität ist teilbar“ ist der Leitsatz der MIVA. Er weist darauf hin, dass man vom europäischen Überfluss denen etwas geben kann, die es brauchen. Während Europa oft an zu viel Verkehr leidet und vor allem auf Autobahnen lange Stauzeiten in Kauf genommen werden, fehlt es vielen Menschen in den ärmsten Regionen der Welt an Mobilität. Der Dank für unfallfreies Fahren lässt sich somit mit internationaler Solidarität verbinden. Die MIVA lebt von Spenden. Bei der größten MIVA-Spendensammlung, der ChristophorusAktion im Juli, werden vor allem AutofahrerInnen ersucht „einen ZehntelCent pro unfallfreiem Kilometer für ein MIVA-Auto“ zu geben. Doch die MIVA finanziert nicht nur Autos. Je nach Bedarf werden auch Motorräder, Fahrräder, Traktoren, landwirtschaftliche Geräte, Boote oder Lasttiere finanziert. Pro Jahr wickelt die MIVA zwischen 300 und 400 Fahrzeugprojekte in etwa 60 Ländern der Erde ab.