Anderes Land, herausfordernde Straßenverhältnisse

16 Tage lang war Manfred Pichler vom Beschaffungsbetrieb der MIVA (BBM) im Auftrag zweier ProjektparterInnen im September 2021 in der Demokratischen Republik Kongo unterwegs. Alleine 13 Tage war er dafür für die Strecke von knapp 2000 Kilometern hin und retour unterwegs. Durchschnittsgeschwindigkeit: 6 Kilometer pro Stunde. Ein paar Mal stieg er dabei sogar auf das Motorrad um, weil im dicht verwachsen Busch bzw. den mit Treibsand gefüllten „Straßen“ ein Fortkommen mit dem Landcruiser kaum möglich war. Dennoch ist ein MIVA-Auto in diesen Teilen unserer Erde unabdingbar. Für den MIVA-Brief nimmt er uns dabei mit auf einige Highlights seiner Reise und die vielfältigen Herausforderungen der Mobilität in einem anderen Land.

Nähere Infos zum Beschaffungsbetrieb der MIVA unter bbm.miva.at

4 Uhr - Start in der Salvatorianer Missionsstation in Lubumbashi.
4 Uhr - Start in der Salvatorianer Missionsstation in Lubumbashi.
Sandig-rote Straßen, welche bei uns in Österreich einem Güterweg gleichkommen, säumen uns den Weg.
Sandig-rote Straßen, welche bei uns in Österreich einem Güterweg gleichkommen, säumen uns den Weg.
Doch bereits nach wenigen Stunden Fahrzeit ereilte uns eine Reifenpanne.
Doch bereits nach wenigen Stunden Fahrzeit ereilte uns eine Reifenpanne.
Der Rat der Priester hat sich ausgezahlt: Zum Glück haben wir einen Mechaniker mit an Bord. Nach kurzer Zeit setzen wir unsere Reise fort.
Der Rat der Priester hat sich ausgezahlt: Zum Glück haben wir einen Mechaniker mit an Bord. Nach kurzer Zeit setzen wir unsere Reise fort.
Schlaglöcher, blockierte Straßen und vor allem Treibsand erschweren zudem das Vorankommen.
Schlaglöcher, blockierte Straßen und vor allem Treibsand erschweren zudem das Vorankommen.
Endlich: Kurz nach Mitternacht erreichen wir unser Tagesziel, die Missionsstation in Sanduwa.
Endlich: Kurz nach Mitternacht erreichen wir unser Tagesziel, die Missionsstation in Sanduwa.
Ein MIVA-Fahrzeug leistet hier seit einigen Jahren wertvolle Dienste für die Salvatorianer.
Ein MIVA-Fahrzeug leistet hier seit einigen Jahren wertvolle Dienste für die Salvatorianer.
Im Zick-Zack Kurs & Schritttempo geht es weiter. Zum Glück ist gerade keine Regenzeit, denn dann ist die „Straße“ meist über Tage und Wochen unpassierbar.
Im Zick-Zack Kurs & Schritttempo geht es weiter. Zum Glück ist gerade keine Regenzeit, denn dann ist die „Straße“ meist über Tage und Wochen unpassierbar.
Die Stimmung an Bord ist hervorragend.
Die Stimmung an Bord ist hervorragend.
Gegen späten Nachmittag haben wir unsere Missionsstation in Randu erreicht, die auch eine Rinderzucht betreibt.
Gegen späten Nachmittag haben wir unsere Missionsstation in Randu erreicht, die auch eine Rinderzucht betreibt.
Eifrig wird bereits an der Biogas- Versuchsanlage auf der Basis von Rinderdung gebaut. Vom BBM dürfen wir dazu eine Machbarkeitsstudie erstellen.
Eifrig wird bereits an der Biogas-Versuchsanlage auf der Basis von Rinderdung gebaut. Vom BBM dürfen wir dazu eine Machbarkeitsstudie erstellen.
Neuer Tag, neues Glück: Immer wieder schön einen BBM- oder MIVA-Schriftzug zu sehen.
Neuer Tag, neues Glück: Immer wieder schön einen BBM- oder MIVA-Schriftzug zu sehen.
Heute besichtige ich das nahegelegene, kleine Wasserkraftwerk. Es dient fernab jeglicher Zivilisation oder Handyempfang als einzige Stromquelle für Licht.
Heute besichtige ich das nahegelegene, kleine Wasserkraftwerk. Es dient fernab jeglicher Zivilisation oder Handyempfang als einzige Stromquelle für Licht.
Kurzer Zwischenstopp am Rückweg bei einem Teil der Rinderherde.
Kurzer Zwischenstopp am Rückweg bei einem Teil der Rinderherde.
Der erste Biogas-Versuch läuft und macht sich bezahlt.
Der erste Biogas-Versuch läuft und macht sich bezahlt.
Perfekt zum Sonnenuntergang sind die ersten Herdplatten mit Biogas betrieben in Betrieb.
Perfekt zum Sonnenuntergang sind die ersten Herdplatten mit Biogas betrieben in Betrieb.
Mit dem Motorrad geht es heute durch unwegsames Gelände.
Mit dem Motorrad geht es heute durch unwegsames Gelände.
Ein Fahrrad – ein wahres Multitalent – vollbeladen mit Trinkwasser.
Ein Fahrrad – ein wahres Multitalent – vollbeladen mit Trinkwasser.
150 Kilometer und sechs Stunden später habe ich mein Ziel erreicht: das Wasserkraftwerk in Kapanga.
150 Kilometer und sechs Stunden später habe ich mein Ziel erreicht: das Wasserkraftwerk in Kapanga.
Im Generator-Raum summen die Turbinen.
Im Generator-Raum summen die Turbinen.
Zwar kein europäischer Standard, aber es funktioniert.
Zwar kein europäischer Standard, aber es funktioniert.
Das Abendessen mit einem leckeren Pilzragout ist gesichert. Gut, dass die Missionsstation gleich in der Nähe ist.
Das Abendessen mit einem leckeren Pilzragout ist gesichert. Gut, dass die Missionsstation gleich in der Nähe ist.
Sonnenaufgang: Momente, die sich trotz der Herausforderungen in einem anderen Land, immer wieder lohnen.
Sonnenaufgang: Momente, die sich trotz der Herausforderungen in einem anderen Land, immer wieder lohnen.
Neben einer Schule betreiben die Salvatorianer auf dem Gelände auch ein Ausbildungszentrum für junge Erwachsene.
Neben einer Schule betreiben die Salvatorianer auf dem Gelände auch ein Ausbildungszentrum für junge Erwachsene.
Nach kurzer Führung und einem Austausch über die technischen Herausforderungen eines Wasserkraftwerkes, geht es für mich zurück nach Sanduwa.
Nach kurzer Führung und einem Austausch über die technischen Herausforderungen eines Wasserkraftwerkes, geht es für mich zurück nach Sanduwa.
5 Uhr - Früh beginnt wieder mein Tag.
5 Uhr - Früh beginnt wieder mein Tag.
Nach ein paar Stunden Fahrt geht am Nachmittag nichts mehr. Trotz des handwerklichen Geschicks unseres Mechanikers hilft nur noch Abschleppen.
Nach ein paar Stunden Fahrt geht am Nachmittag nichts mehr. Trotz des handwerklichen Geschicks unseres Mechanikers hilft nur noch Abschleppen.
Die ganze Nacht arbeitet unser Mechaniker durch, um die defekte Kupplungsscheibe zu wechseln.
Die ganze Nacht arbeitet unser Mechaniker durch, um die defekte Kupplungsscheibe zu wechseln.
Mit Erfolg. Vollgepackt können wir endlich unseren knapp 1000 Kilometer langen Rückweg nach Lubumbashi fortsetzen. Aber das ist eine andere Geschichte …
Mit Erfolg. Vollgepackt können wir endlich unseren knapp 1000 Kilometer langen Rückweg nach Lubumbashi fortsetzen. Aber das ist eine andere Geschichte …