Fahrräder für Simbabwe
Fahrrad-Aktion der MIVA startet im Mai – Fahrräder für pastorale und soziale Zwecke
Schwerpunktprojekt: Fahrrad-Ambulanzen für Simbabwe

Die MIVA Austria bittet in ihrer Frühjahrs-Sammelaktion um Spenden zur Finanzierung von Fahrrädern. Den Schwerpunkt der diesjährigen Aktion bildet das Projekt einer kirchlichen Einrichtung namens „ISAC“ (Initiative to Save African Children, Initiative zur Rettung afrikanischer Kinder) in Ost-Simbabwe. Für Menschen im ländlichen Raum sollen dort kostenlos Fahrrad-Ambulanzen zur Verfügung gestellt werden. Man hofft, damit die hohe Säuglings-, Kinder- und Müttersterblichkeit eindämmen zu können.

Krankenhäuser in weiter Entfernung
Laut Statistik leben etwa 60 Prozent der Bewohner von Entwicklungsländern weiter als 25 Kilometer von der nächsten Gesundheitseinrichtung entfernt. Wo eine kostenlose Versorgung mit Rettungsautos nicht möglich ist – und das ist in vielen Dörfern Ost-Simbabwes der Fall -, müssen Patientinnen und Patienten auf Ochsengespanne ausweichen, um ins Krankenhaus zu kommen. Denn ein privat bezahlter Transport im Auto ist vielfach unerschwinglich.

Fahrrad-Ambulanzen statt Ochsenkarren
Ochsenkarren sind allerdings langsam. Zudem dauert es in der Regel längere Zeit, bis die Tiere von der Feldarbeit abgezogen sind und für den Krankentransport bereitstehen. Das hat zur Folge, dass die Betroffenen mitunter gar nicht oder zu spät ins nächstgelegene Krankenhaus kommen. Eine zeitgerechte Versorgung von Patientinnen und Patienten – darunter viele Kinder und werdende Mütter – ist daher oft unmöglich. ISAC möchte nun weitaus schnellere und bequemere Fahrrad-Ambulanzen zur Verfügung stellen. Dabei werden die Patientinnen und Patienten liegend auf einem überdachten Fahrrad-Anhänger transportiert. Zusätzlich zu 50 Ambulanzen sollen auch Wartungsstationen eingerichtet werden. Die Kinderhilfsorganisation hat die MIVA um Finanzierung des Projekts gebeten.

Fahrräder für den pastoralen Einsatz
Die MIVA unterstützt mit ihrer Fahrrad-Aktion weitere Projekte in aller Welt. So stellen zum Beispiel Diözesen in Afrika, Asien oder Lateinamerika ihren Katechisten, also Laienmitarbeiterinnen und –mitarbeitern in den Dörfern, MIVA-Fahrräder zur Verfügung. Die verbesserte Mobilität hilft ihnen in ihrem Dienst, den sie für geringes Entgelt oder gänzlich unbezahlt leisten.

Fotos
Fahrradambulanz MIVA
Fahrradambulanz_Foto01_Quelle:PWRDF
Fahrradambulanz_Foto02_Quelle:PWRDF
Fahrradambulanz_Foto03_Quelle:PWRDF